Wir haben Herz und Seele
Wir haben Herz und Seele

Anca Toma

Anca ist uns inzwischen eine liebe Freundin geworden. So oft es uns möglich ist, besuchen wir sie in Rumänien.

Wie ein "normaler" Tag in ihrem Leben aussieht, beschreibt am besten der Reisebericht von Michael Schmidt, der für fast 2 Wochen vor Ort war. Ausnahmsweise war er nicht als Fahrer dort und konnte nicht nur schnell Futter abladen um dann zur nächsten Abladestelle zu fahren - dieses Mal wollte er mehr von Land und Leuten sehen. So kam es zu folgendem Bericht (März 2017)

 

Ein Tag im Leben von Anca Toma , morgens um 6 ist die Nacht zu Ende. Auf die schnelle einen Kaffee, alle Tiere in der Wohnung versorgen. Jetzt mal gucken ob die Nachbarn noch nicht auf dem Flur sind und die erste Ladung ,sprich Luna und Jack zum weit entfernt geparkten Auto bringen, aus Sicherheitsgründen. Zurück zur Wohnung, die nächste Ladung mit ivory und Gogole und einem kleinem Hundemädchen was zum Vet nach Bukarest muss. Schon 2 Stunden um, jetzt auf nach Bukarest zum Tierarzt. Knapp 1,15 Stunden später Ankunft in der Klinik, warten auf den Tierarzt, das kleine Mädchen vorstellen und fragen nach dem Hund von gestern, der mit dem Sticker Tumor. Warten auf Testergebnisse, Behandlung für die kleine Maus abklären. Zurück nach Plopeni auf dem Rückweg im Eiltempo bei Hornbach vorbei Futter kaufen. Einladen und auf nach Plopeni den Sticker Tumor Patienten wieder in seinen Käfig bringen, zwischenzeitlich die vierbeinigen Mitfahrer ein bisschen laufen lassen. Futterbestände prüfen und nach allen Hunden schauen ob alles soweit gut ist. Am Eingang noch schnell ein Tränendes Hundeauge mit Salbe versorgen.Jetzt aber schnell die Mitfahrer einladen. Auf nach Urlati, ach nein schnell noch bei einer alten Frau vorbei fahren ein bisschen Futter bringen. Jetzt aber schnell nach Urlati. Ankunft in Urlati um 15.30 Uhr. Begrüßung vor dem Tor die Hunde mit ein bisschen Futter versorgen. Tor auf und schnell rein, die Mitfahrer zwecks Bewegung und Pippi machen wieder raus lassen. Florin hat die Hunde zum Glück morgens schonmal mit Futter versorgt.
Jetzt erstmal Futter ausladen ich kletter rauf auf den Truck und hole Nassfutter nach vorne. Anca hat schon unzählige Wasserflaschen gefüllt. Jetzt werden alle Hunde mit Futter versorgt, das dauert viel länger als ich gedacht habe.Zwischendurch wird immer Kontrolliert ob vielleicht einer der Hunde krank ist oder eine Verletzung hat. Die Zeit rennt, es wird ganz schnell dunkel, Anca setzt sich Ihre Stirnlampe auf und weiter geht's mit der Fütterung. Es ist mittlerweile 21.00 Uhr und Stockdunkel man merkt Anca ihre Erschöpfung und auch Unterzuckerung an, bis jetzt haben wir noch nichts gegessen. Ein letzter Kontrollgang, oh ein kleiner Welpe sitzt apathisch in der Ecke, sie frisst auch nicht. Einfangen kommt morgen mit zum Vet. Alle Mitfahrer einsammeln Licht innen aus Türen und Tor zu und ab. Wir kommen um 22.00 in Ploesti an jetzt noch schnell was essen.Anca setzt mich kurz vor 23 Uhr am Hotel ab. Sie fährt jetzt nach Hause und brauch dann noch 1,5 Stunden um ihre Mitfahrer wieder alle sicher in die Wohnung zu bringen. Sie ist nicht vor 1 Uhr im Bett.
Ich liege um Mitternacht im Bett und denke über den Tag nach. Was Anca leistet ist einfach unbeschreiblich und was ist wenn Ihr was passiert. Sie braucht wirklich Hilfe vor Ort und zwar dauerhaft über den ganzen Tag. Mit einem Gefühl von Dankbarkeit und Ehrfurcht schlafe ich ein, voller Bewunderung für Anca.
❤ LG Micha

(Text Michael Schmidt)

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© Minya Pahaska