Wir haben Herz und Seele
     Wir haben Herz und Seele

unsere Geschichte in Bildern

Seit 2013 bis zum heutigen Tag laufen immer wieder Fahrten nach Rumänien mir verschiedenen Hilfsgütern. 

Wir fahren regelmäßig in die Tierheime vor Ort und unterstützen auch 

Kastrationsprojekte - diese sind mindestens so wichtig wie unsere Futterlieferungen, denn das Leid kann nur ein Ende nehmen, wenn die Flut an Nachkommen auf der Straße auf natürliche Art "ausstirbt" 

Update 10.03.2017

Rückblicke:

Weihnachtswünsche werden wahr

24…. Türchen hat ein Adventskalender…

Wir haben uns erlaubt, schon vor dem heiligen Abend für 24 Seelen die Türen für ein neues Leben, ohne Hunger oder Kältetod zu öffnen..

LUNA ,LUCKY BOY, JASMINE, BERTA, ONYX, HENRY, VLADIMIR, VILLY, SALVA, NACO, SPARKY, MARIO, CECILE, BATMAN, DEMI, TACO, SCHOKOLADE, PETER, KAROL, FRANCESCA, RUBY, LUCKY-LUKE, CLARISSE, CLAIRE

Das sind die Namen, der 24 geretteten Fellnasen aus Plopeni, die gestern in Deutschland ankamen.

In beispielloser Zusammenarbeit zwischen dieser Gruppe, dem Verein Angels for Dogs e.V., Anca Toma, den Adoptanten, die schon ihr Versprechen fürs Leben gegeben haben, den Pflegestellen, die den Zwergen nun ersteinmal Sicherheit geben, und den tollen Spendern, die mitgeholfen haben, die Ausreisekosten zu stemmen, haben wir alle es geschafft, das 24 Hundeseelen das erste Mal in ihrem Leben ein richtiges Dach über dem Kopf haben.
Dass sie nicht mehr draussen in Eis, Schnee und Kälte schlafen müssen, mit der Angst, nicht mehr aufzuwachen. 24 Leben hat Anca von den Strassen aufgesammelt, damit sie nicht verhungern und wir alle haben es möglich gemacht, daß sie ein lebenswertes Leben führen können!

DANKE, DANKE, DANKE AN EUCH ALLE!!!!!

Doch die Arbeit ist noch nicht vorbei! Einige der Süssen haben ein Zuhause für immer, aber viele eben noch nicht. In den nächsten Tagen werden Fotos und Alben derjenigen gepostet, die noch nicht ihr für immer Körbchen gefunden haben. Deshalb bitten wir euch: teilt diese Hunde in allen Gruppen, auf euren Seiten, schaut wer in eurem Bekanntenkreis eine Nase sucht. Nur wenn die Hunde schnell ein neues, tolles Zuhause finden, und die Pflegestellen wieder frei werden, können wir noch so eine Rettungsaktion durchführen und noch mehr tollen Hunden einen leidvollen Winter, den sie vielleicht nicht überstehen werden, ersparen.
Bitte bedenkt aber, jetzt vor Weihnachten muss derjenige, die sich für eine der Fellnasen entscheidet, klar sein, das dies ein Versprechen für viele Jahre ist und kein Weihnachtsgeschenk, das man wieder umtauschen kann!

 

Diesen tollen Adventskalender ermöglichte die Zusammenarbeit einiger Stray´s-United-Mitglieder Anca Toma und Dumitru Anca.

Mehr zu dieser Gruppe findet Ihr in Facebook unter https://www.facebook.com/groups/1422092991369942/?fref=ts

Oktober 2014

Im Oktober wurden 2 x 40 Tonner LKW´s auf die Reise geschickt und damit die Futterversorgung für 8 Shelter und einige private Initiativen für den Winter gesichert. Auch die Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" wurde ausgeliefert. 

Ergebnis - über 1.600 Tiere vor dem Verhungern und über 300 Kinderaugen zum Strahlen gebracht!!!


Wir und unsere Sammelstellen sammelten Futter, medizinischen Bedarf für div. Quarantänestationen, ausgedientes Spielzeug, Kleidung, Decken und Wäsche.



Über das damalige Betterplace konnte man Futter spenden, ohne Portokosten zu zahlen, für 1 x zahlen = 2 Sack spenden.

Wir wurden von vielen lieben Helfern und Spenden so toll unterstützt, daß es möglich war 2 große Trucks auf den Weg zu bringen. Vorher wurden freiwillige Fahrer gesucht und wir wurden fündig.

Der erste Truck wurde von Michael Schmidt und Marc Spiekermann, der zweite von Miriam Kuehn und Brigitte Freers, gekutscht und jeder Truck brachte je 24 Tonnen sicher ans Ziel.

Wir danken Spendern, Helfern und den tollen "Truckern" für die großartige Unterstützung.

 

Hier die Zusammenfassung in Bildern:

https://www.youtube.com/watch?v=jLjApazyJzo

August 2014

Mitte August wurden Kleider- und Sachspenden sowie Hundefutter an diversen Abladestellen in Rumänien und Ungarn verteilt.

Wir fuhren ein Kinderheim, eine Tafel und 6 Shelter an. 

Bilder werden wieder auf dieser, und auf unserer Facebook-Seite hier veröffentlicht.

Es gibt jedoch keine Atempause, denn wir planen schon den nächsten Transport für Oktober, dieser wird nur mit Futter und Hygieneartikel auf die Reise geschickt, damit die betreuten Shelter unbeschadet über den Winter kommen, der in Rumänien gerne mal härter ausfällt als bei uns. Außerdem werden diverse kleine private Stationen beliefert und natürlich fällt unterwegs auch immer mal ein Sack für die Strays "herunter".

Futterspenden können immer bei einer unserer Sammelstellen, TCL Truckcenter Langenfeld, Industriestr. 16, 40764 Langenfeld, persönlich oder auf dem Postweg zugestellt werden. Jede Spende wird hier und beim Spendenempfänger dokumentiert sowie auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht.

Mai 2014

Dieses Projekt hieß "Gib mir 5".

 

Wir sammelten Futter für folgende Shelter:

  • Adriana`s Rescue Center
  • Anda´s Happy Paws dog
  • Anca Toma - Shelter in Plopeni
  • Frank Goralski und Handicap Dogs & More
  • Erika Varga in Ungarn

 

Wir nahmen hauptsächlich Futter mit.

Außerdem Desinfektion, Floh- und Zeckenschutz, Welpenfutter und -milch, Leinen und Geschirre, Katzenfutter, Einmal-Handschule, Körbe und Decken

 

Es gab mehrere Möglichkeiten zu spenden:

  • Wem der Weg zu unseren Sammelstellen zu weit ist, konnte  über unseren Wunschzettel bestellen.
  • Über unseren Amazon Wunschzettel
  • Wer kein Geld für Porto und Benzin verschwenden wollte, konnte auch direkt auf das unten angegebene Paypalkonto überweisen. Dort eingegangene Spenden gehen auf direktem Weg nach Rumänien um dort Futter zu kaufen

 

Februar 2014 - Film und Geschichte zur Winterfahrt

Nach meiner letzten Tour nach Rumänien vom 27.12.-31.12.13 war mir klar, dass ich wieder fahren werde um zu tun was getan werden kann und um den Hund zu suchen der mich seitdem in meinen Träumen besucht....
Wir wussten das im öffentlichen Shelter Plopeni der 1.2.14 als Tötungstermin angesetzt war. Also drängte die Zeit. Wir saßen quasi auf gepackten Koffern um zu retten, was noch zu retten ist.
Als dann nach 4 quälend langen Wochen endlich das ok kam, das wir dank TCL wieder Fahrzeuge bekommen können, war es keine Frage das ich so schnell wie möglich dorthin wollte.
Durch einen kurzfristigen Spendenaufruf und die gewaltige Unterstützung so vieler Menschen wurde schnell klar, daß ein Wagen nicht ausreichen würde, zumal immer mehr Hilferufe aus Rumänien kamen wegen des Wintereinbruchs. Es fehlt an allem, Futter, Decken, Medikamente, Schaufeln....

Durch die großzügige Spende der Gruppe um Alfred Bernd und der VA Schnee-Euro bekamen wir eine Schneefräse die wir in einem der privaten Shelter lassen wollten. Dort wurde in den schlimmen Tagen des Sturmes das Futter auf Schlitten zu den Hunden gebracht. Adriana war 2 Tage im Shelter eingeschneit und kam nicht weg...

6 Tage Vorbereitung für so eine Aktion ist wirklich nicht lang.... Vorkontrollen für die PS mussten noch gemacht werden, die Route überlegt werden (die Meldungen von unpassierbaren Straßen rissen nicht ab), die Spenden halbwegs sortiert werden usw.
Jeder der sagt, was ein Chaos bei euch, sollte sich selber an so eine kurzfristige Aktion wagen und wird sehen wie es ist, wenn immer noch was überraschendes dazu kommt!

Da wir eigentlich geplant hatten nur mit 2 Autos zu fahren, auf Grund der vielen Spenden daraus aber 3 wurden, war das nächste Problem das wir nur 4 Fahrer hatten. Innerhalb so kurzer Zeit jemanden zu finden der sich 36 Stunden Fahrt ohne Schlaf zu traut und in der Lage ist vielleicht auch 1 Tag Verspätung hinzunehmen ist nicht so einfach!!

Meinen besonderen Dank an Rene` Offermann, der sich sofort bereit erklärt hat mit uns zu kommen.

5 Fahrer.... 3 Wagen.... eigentlich viel zu wenig...egal.. daran sollte es nicht scheitern.

Die Passagierliste wurde immer länger und länger, aber wir wollten so wenige wie möglich in der Hölle zurücklassen.

Dank Alex Knauer wurde ein Boxensystem geplant,in dem möglichst viele Platz haben, man aber auch noch zum versorgen gut an alle Boxen kam.

Vorgesehen war das wir zum einen zu den beiden privaten Heimen Happy paws von Anda Popescu fahren, dann zu Adrianas Resque Center um dort Spenden abzugeben und am Samstag in das öffentlichen Shelter Bucov wo wir die ausreisefertigen Hunde aufladen würden. Die Hunde aus Plopeni sollten dorthin gebracht werden damit sie mitreisen können.

Am 29.2. ging es dann gegen Nachmittag Richtung Bayern, da wir von dort noch Futterspenden der letzten Fahrt laden mussten, die damals wegen Gewichtsproblemen nicht mit konnten.
Entgegen den Befürchtungen in Österreich könnte es Schwierigkeiten geben wegen des Schnees, kamen wir gut durch. Auch Ungarn und der Anfang von Rumänien waren so gut wie Schneefrei. Bis hinter Bukarest hatten wir fast den Verdacht irgendwelchen Falschmeldungen aufgesessen zu sein....
Plötzlich zeigte unser Thermometer aber - 17 Grad und uns war etwas mulmig weil wir noch über die Karpaten mussten. Die Straßen wurden glatt, die Schneeberge links und rechts türmten sich mindestens 1 Meter hoch... Also ging es dort etwas langsamer und sehr, sehr vorsichtig vorwärts.
Unterwegs wurden an allen Tankstellen Hunde versorgt und die Strays die wir sahen bekamen unsere Futterbomben, damit sie wenigstens ein wenig Nahrung hatten.

Donnerstags Abend bekam ich von Christina, einer der beiden Mädels die sich um die Hunde im öffentlichen Shelter Plopeni kümmern eine Nachricht. Sie könnten die Hunde nicht aus dem Shelter bringen, da sie nur zu zweit sind und der Schnee zu hoch. Sie war völlig verzweifelt, weil die Hunde das Ausreiseticket in der Tasche hatten, es aber jetzt so aussah als wenn sie nicht mit könnten.

Zum Verständnis: Das Shelter in Plopeni ist öffentlich. Der Bürgermeister gibt aber nicht einen Cent zu den Futterkosten dazu. Das zahlen Denisa und Christina aus eigener Tasche oder durch Spenden. Sie holen Hunde aus Campina, derTötunsstation in Ploesti`,von der man sehr wenig hört, weil kaum jemand Zugang dazu hat! Dort müssen katastrophale Zustände herrschen. Es ist ein reines Tötungslager! Einige Hunde, die durch Helfe4Pfoten hier in Deutschland leben sind von dort. z.B. Snow-white, Bambi, Hatchiko...

Beim nächsten Tankstopp erzählte ich den anderen davon. Es gab bei keinem eine Überlegung! Als erstes fahren wir Freitagmorgen dorthin und gucken ob wir helfen können!! Die Hunde müssen mit!!!

Um 3 Uhr Freitagmorgen sind wir endlich nach 35 Stunden Fahrt am Hotel angekommen. Die Nacht sollte kurz werden, wie eigentlich alle Nächte seit der Abfahrt..und alle Nächte bis wir wieder zu Hause sein würden

Um 8 wurden wir abgeholt ohne daß wir wussten was uns erwarten würde.....

Schnee, Schnee, Schnee....soweit das Auge reicht..., die Strassen immer schmaler.... unser Konvoi quälte sich langsam vorwärts bis dann letztendlich nichts mehr ging... beim Versuch mit dem 7,5t wieder aus dieser Schneehölle rauszufahren, passierte das Malheur, das der Wagen hinten wegrutschte und ausgerechnet in den nächsten Riesen Schneehaufen..

Mist... Festgefahren....
Während die Männer alles daran setzten den Lkw zu befreien sind wir mit dem PKW weitergefahren, denn es war bestimmt noch 1 km bis zum Shelter.

Vom Weg (Straße kann man das nicht nennen) bis zu den Zwingern waren es bestimmt nochmal 500 Meter über einen Trampelpfad für 1 Person durch Schnee,der mir bis über die Knie ging! Das die Mädels hier keinen Hund rausholen konnten war klar.

Kurze Lagebesprechung.... Wir lassen keinen zurück!!!

Also wurde jeder Hund einzeln rausgetragen bis zum Weg, dort in den Kangoo gesetzt, zum 3,5 t gefahren. Schwierig war es bei Haticho... 60 cm gross, 50 kg schwer... Aber auch er wurde getragen!!!

Durch die Schneefräse die wir zum Glück noch im Auto hatten, wurde ein Teil der Straße geräumt und der Lkw wieder befreit. Dann wurde noch ein breiteres Stück zu den Zwingern geräumt, damit die Mädels besseren Zugang haben. Die ganze Aktion hat uns mehrere Stunden gekostet, eigentlich wollten wir schon längst bei Anda sein...

Während der Lkw festsaß haben wir viele Hunde die dort rumliefen gefüttert. Eine kleine Hündin war rappeldürr und zitterte wie Espenlaub. Delia nahm sie eine Zeitlang mit ins Auto zum aufwärmen und füttern... als wir wieder los wollten, liefen die Tränen.... aber hey... wir fahren nicht nur ins Hunde KZ sondern in 2 private, wo sich liebevoll um die Hunde gekümmert wird!! Also war es gar keine Frage das diese kleine Maus die längste Zeit ihres Lebens im Freien geschlafen hatte! Sie kam mit uns! Unterwegs sammelten wir noch einen kleinen Streuner auf, der uns mit netten Duftnoten im Auto versorgte
Durch unseren Zeitverlust in Plopeni, den Straßenverhältnissen, dem Ausfall beider Navis wurde es sehr spät als wir endlich am Treffpunkt ankamen. Da die Straßen zu Happy paws sanctuary zugeschneit waren, wurden die Lkw`s zwischengeparkt und bewacht, wir alle auf Pkw verteilt, die mit den vielen Helfern von Anda gekommen waren und wir fuhren zu ihrem Shelter.

Seit 2006 organisiert Anda Kastrationsprogramme für Strays und Haushunde. (spay and neuter program) In dieser Zeit haben sie und ihre Helfer über 2000 Hunde davor bewahrt sich zu vermehren! Seit 2011 hilft ihr dabei die amerikanische Organisation Romania Animal Rescue, die einmal im Monat die Kosten dafür übernahmen. Anda hatte Tränen in den Augen als sie mir an der Tankstelle die Streuner zeigte. Sie sagte: Schau alle die vorher hier waren, waren von uns kastriert, alle haben sie gefangen und getötet.. die die nun hier sind, sind neu und alle nicht kastriert und sie werden sich wieder vermehren und getötet werden.. unsere Arbeit die wir seit Jahren hier leisten, haben sie zerstört...

Im Moment finden nur noch Kastrationsprogramme für die Hunde im Shelter und die Haushunde statt.

2012 entstand Happy Paws in einer Art Schrebergartensiedlung. Da aber nicht alle Nachbarn davon begeistert sind ist dieser Ort nicht wirklich sicher. Als der Wahnsinn des Mordens in ganz Rumänien begann, eröffnete ihr der Bürgermeister von Moreni im November 2013 das er jeden Straytöten lässt den er in der Stadt sieht., gab ihr aber gleichzeitig einen Vertrag über ein Brachgrundstück und sagte das sie dort tun kann was sie will. dort würde den Hunden nichts geschehen. Also haben sie und ihre Freunde in Windeseile soviele Zwinger wie möglich gebaut und von den Straßen geholt, was siekonnten. Diese Zeit muss dort für diese wunderbaren Menschen die Hölle gewesen sein... sie erzählte mirdas ihr die Hunde teilweise ins Auto gesprungen sind auf der Flucht vor den Dog-catchern. Sie mussten Beruhigungsmittel nehmen um jeden Tag zu überstehen und sich gleichzeitig um die Hunde in den Gärten kümmern, das New happy paws bauen und Hunde zu retten! Anda geht immer wieder ins öffentliche Shelter von Moreni und holt dort Hunde raus. es ist Wahnsinn, was diese Menschen dort leisten und niemand von uns kann es sich annähernd vorstellen jeden Tag hautnah gegen Windmühlen zu kämpfen!!

Im dunklen machten wir also einen kleinen Rundgang duch New happy paws. Dort sind ca. 140 Hunde. Jeder hat eine Hütte. sie werden 2x am Tag durch viele, viele ganz wundervolle Menschen gefüttert!! die Menschen in der Umgebung setzen ihre Tiere einfach vor dem Shelter aus, so dass noch jede Menge freier Hunde dazu kommen, die aber natürlich auch versorgt werden. Kurz vor dem Schneechaos haben Andas Leute noch eine Mauervor die Zwinger gebaut damit der Schnee nicht so sehr in die Zwinger wehen kann. Die 2. mauer wird gebaut sobald der Schnee weg ist. Hier gibt es noch viel zu tun, aber der Zusammenhalt ist unglaublich!!

Wir mussten ja auch noch die ganzen Spenden ausladen, also fuhren wir zu den Lkw`s zurück und dort war es beeindruckend, wieviele Helfer da waren!! Anda hat dort einen gemieteten Lagerraum in dem alle Decken, Baumaterialien, Hundemäntel, Kleidung ect. gelagert werden. Anda unterstützt auch arme Leute in der Umgebung und fragte ob sie einen Teil der spenden denen geben darf, die nichts haben!! Natürlich! Denn dafür haben wir es mitgebracht!! das Futter wird an einer zentralen Stelle gelagert, da die Leute ja mehrere Stellen zu versorgen haben. Es gibt eine Futterverwalterin, die alles fest im Griff hat!!

Es war ein seltsamer Abschied, all das Leid das diese Menschen jeden Tag sehen und ertragen müssen und trotzdem nicht aufhören zu kämpfen und so eine Dankbarkeit und Freude, als ob wir uns alle schon jahrelang kennen!!

Wir hatten ja noch einen Termin... auch wenn es schon nach 21 Uhr war. Versprochen ist versprochen!!!
Also ging es weiter zu Adrianas Rescue Center .
Es liegt in der Nähe von Bukarest, wo wir uns auch mal schön verfahren haben..

Meidet diese Stadt... die ist wie ein schwarzes Loch!! Der Schnee lag dort meterhoch an den Straßenrändern und überall waren Trupps die den Schnee auf LKW`s geschippt haben. Der wurde dann aus der Stadt gefahren.

Aber irgendwann haben wir dann doch den Treffpunkt gefunden.

Adrianas Rescue center war wohl mal eine alte Farm. Es gibt alte Stallungen und einige Nebengebäude. Auch hier jede Menge, die noch zu tun ist! Man darf nicht vergessen daß die Tierschützer alle einen Hauptberuf haben und sich nach der Arbeit um die Projekte kümmern. Und das nicht nur wenn sie Lust haben. Nein, Tag für Tag!!!

Der Hof wurde den ganzen Tag von Adrianans Helfern so gut es ging vom Schnee befreit, damit wir dort rein konnten. Als die Blizzards übers Land zogen, war Adriana 2 Tage im Shelter gefangen und kam nicht raus weil die Straßen unpassierbar waren. Das Hundefutter wurde mit Schlitten zu den Hunden gebracht.

Auch hier wird sich liebevoll um die Tiere gekümmert. Die Welpenstube hat sogar einen Heizofen, damit die kleinen nicht frieren. Hier bekamen unsere 2 Mitbringsel sofort einen eigenen Raum, ein Körbchen, Wasser und Futter und Sicherheit!! Uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen, das wir die beiden dort lassen konnten! Hier werden sie jetzt erst einmal zur Ruhe kommen können und etwas Gewicht zulegen. Dann werden sie ausreisefertig gemacht!

Nach einem Rundgang kamen wir zu den Wagen zurück wo die Jungs mit Adrianas Helfern fleissigdabei waren die Spenden auszuladen. Durch die Spenden aller haben wir es geschafft, einen kompletten Raum bis unter die Decke zu füllen! Die Leute kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus!!Welpenfutter, was so dringend benötigt wurde, Decken, Näpfe, Kleidung…. Ihre Gesichter strahlten als wenn wir Weihnachten hätten.

Als letztes kam dann der Hammer…. Ungläubige, fassungslose Gesichter als die Schneefräse ausgeladen wurde und wir ihnen sagten dass sie bei ihnen bleibt! Dann erste Einweisung wie das Riesenteil funktioniert, und obendrauf einen Kanister mit Benzin!

Warum wir uns entschlossen haben die Fräse bei diesem Shelter zu lassen?? Bei Anda gibt es keinen Raum direkt am Shelter der abgeschlossen werden kann. Und im öffentlichen in Bucov wird alles verkauft oder geklaut, was sich irgendwie zu Geld machen lässt!!

Adriana hat Gebäude die abgeschlossen werden können. Deshalb ist diese Entscheidung in Absprache mit Alfred Bernd getroffen worden!

Inzwischen war es schon weit nach Mitternacht. Alle hatten nur ein paar Stunden geschlafen. Wir waren körperlich und seelisch ziemlich fertig! Ausserdem bekamen wir zwischendurch immer widersprüchliche Meldungen ob „unsere“ Hunde wirklich ausreisen dürfen am Samstag. Den ganzen Tag waren wir so beschäftigt dass wir die Gedanken, das sie vielleicht nicht reisen dürfen, versucht haben zu verdrängen. Auf der Rückfahrt ins Hotel kam aber wieder diese Machtlosigkeit und Verzweiflung hoch und wir haben uns Lösungsmöglichkeiten überlegt….Und doch keine wirkliche gefunden…. 62 Hunde… wie sollten wir die nach Deutschland bringen wenn die Papiere nicht kommen würden?? Ohne Papiere geht es nicht!!

Als wir alle wieder nachts um 3 ins Bett gefallen sind, nachdem wir die Plopeni Hunde versorgt hattenkonnten wir doch nicht schlafen aus Sorge und Verzweiflung….

Samstagmorgen um halb 7 klingelte der Wecker…. Hoffnung.. Angst, Ungewissheit..
Erst mal nach den Hunden sehen. Alle hatten die Nacht gut überstanden und im Wagen war es waren plusgrade. Ängstliche Augen schauten mich an….und ich versprach ihnen, das wir sie nicht zurücklassen, egal was passiert!

Wir warteten immer noch auf die Nachricht ob die Papiere von der Rumänischen Behörde ausgestellt worden sind oder nicht.

Plötzlich kam Bewegung in die ganze Sache. Mir wurden 2 Hunde aus einem Auffanglager gebracht,die auch auf unserer Liste standen und wir verladen sollten und wir sollten sofort ins öffentliche Shelternach Bucov kommen, die Papiere waren da!!!

Bucov…..

ja ich hatte Angst…

Vor 4 Wochen war es schon schlimm und ich wusste dass es diesmal viel viel schlimmer werden würde!!

Hunderte Augenpaare die einen ansehen und zu sagen scheinen: Warum nicht ich???

Hundenasen die sich an die Gitter drücken und weinen wenn man sie streichelt;

Ängstliche dünne Hunde die nur einen Blick aus der Entfernung riskieren weil sie nicht wissen das wir ihnen nichts böses wollen, die aber im Rudel soweit unten stehen das sie kaum einen Chance auf ein wenig Futter haben;

Hunde die zurückweichen sobald ein Arbeiter oder überhaupt ein Mann in der Nähe ist;

alte, kranke, zerbissene Hunde denen man nicht helfen kann und immer wieder jeden einzelnen um Verzeihung bittet das man ihn nicht nehmen kann..

Welchen Hund erkenne ich wieder?? Welche an die ich mich erinnere sind einfach nicht mehr da??

Als wir ankamen, war der Amtsvet schon da und kontrollierte die Hunde, die mit dem ersten Wagen fahren sollten. Wir bauten unser Boxensystem zusammen und ich hatte keine Zeit durch die Zwingerreihen zu gehen. Die restlichen Futterspenden die bei der letzten Tour nicht mehr passten wurden zwischendurch abgeladen. Dann wurden die Hunde eingeladen, die Microchips ausgelesen, die Pässe fertiggemacht.

Doch auch das war bald fertig und wir hatten etwas Luft.
Bald, bald geht es los!

Als erstes ging ich in die Quarantänestation, die beim ersten Mal schon so bedrückend war. Was ich hier sah trieb mir die Tränen in die Augen.. Welpen, so viele Welpen…In den kleinen Zwingern in denen bei unserem ersten Besuch vielleicht 4 oder 5 Hunde saßen und die da schon viel zu klein waren, waren jetzt locker 7 oder 8 eingepfercht. Ein stetiges Weinen aus jedem einzelnen. Ein Geruch nach Tod und Krankheit…..

Und man kann nichts tun absolut nichts….

Diese Hilflosigkeit ist das schlimmste!

Ich hatte aber noch etwas zu tun! Ich musste durchsshelter, denn ich habe ein Versprechen gegeben….

Alex und ich sind durch die ersten Reihen und wir beide waren sprachlos…wütend.., die Augen voller Tränen… In fast jedem Zwinger lagen tote Ratten… Die Zwingertüren gehen nach innen auf, aber selbst ein Arbeiter der es versuchte bekam sie nicht auf,weil so viel Schnee von innen vor den Türen lag. In den Tagen in denen wir da waren hat es nicht geschneit… Wann haben diese Tiere das letzte Mal etwas zu essen bekommen?? Die Futtertröge warenvoll mit Schnee, in 2 Zwingern lagen tote Hunde….Es war Futter da, wir selber haben noch ca. 300 kg abgeladen. Warum wird das nicht für die hungrigen Tiere verwendet, die vor Hunger schreien??

Wir haben es nicht geschafft durchs ganze Shelter zu gehen, zu groß war der Schmerz und die Wut!!

Wir hatten 62 Seelen auf dem Wagen, deren Freiheit wollten wir nicht riskieren…

Und doch hätten wir am liebsten alle angeschrien und geschüttelt.

Was tun wir?? Wir retten Hundeseelen aus diesem KZ….

Und lassen hunderte und hunderte dort…..

Es ist so schwer und gegenüber denen, die wir zurücklassen müssen so unfair!

Keiner, keiner hat es verdient so auf den Tod warten zu müssen.., einen grausamen Tod durch Hunger oder erfrieren oder erschlagen….

Wir freuen uns über jeden einzelnen der mit uns darf und haben so ein schlechtes Gewissen allen anderen gegenüber..

Und trotzdem werde ich es wieder tun! Ich kann nicht alle retten, aber für die die wir holen können bedeutet es Leben!!

Und ich habe ein Versprechen gegeben!! Ich werde sie finden!!

Hope

geschrieben von
tabitha schindler

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